Hipsterion – oder der Gott der Dummheit

Eines Tages ereilt einen gescheiterten Hipster doch ein Geistesblitz: Da in keiner Mythologie ein Gott der Dummheit existiert, könne ihm keine Religion das Recht streitig machen, sich selbst zu ernennen – zum Gott der Dummheit: Hipsterion. Und plötzlich wird er von den Dummen verehrt. Was ihn vor die größten Herausforderungen seines Lebens stellt. Und vor die absurd dümmsten.

„Ich erkläre die Zeit der Schönrederei hiermit für vorbei! Ab jetzt gestehen wir uns ein, dass wir dumm sind, weil wir Dummes tun!“, rief Hipsterion zu seinen Jüngern. Und die klatschten und weinten wie Genossen am Parteitag. Es war bemerkenswert, Zeuge dieses Moments zu sein; den unwiderlegbaren Beweis zu erleben, dass Dummheit die Wahrheit verkennt, und doch aus ihr entspringt – ungeschönt. Ich erschrecke bis heute vor der Lehre jenes Tages: Dummheit ist Wahrheit.

Ein süffisanter Roman über eine Gesellschaft, die sich in ihrer Selbstdarstellung und -gefälligkeit bis ins Satirische überschätzt. Ein kritischer Roman über das prätentiöse Gehabe unserer Gegenwart, und der Einsicht, dass alles auf Dummheit beruht.